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Briefe gegen das Vergessen

Täglich werden Menschen weltweit festgenommen, bedroht, gefoltert, getötet. Weil sie ihre Meinung sagen, sich für die Menschenrechte in ihrem Land einsetzen oder mit friedlichen Mitteln ihre Regierung kritisieren. Gewaltlose politische Gefangene verschwinden oft für Jahre hinter Gittern - ohne faires Gerichtsverfahren und unter unterschiedlich schwierigen Haftbedingungen. Die Gefahr, dass sie vergessen werden, ist groß. Darum brauchen sie unseren Schutz, unsere Solidarität, unseren Einsatz!

Aus diesem Grund startet Amnesty International sogenannte Briefe gegen das Vergessen. Sie geben den Gefangenen Hoffnung und zeigen den Verantwortlichen, dass die Gefangenen nicht in Vergessenheit geraten sind und wirken durch ihre enorme Anzahl.
Wir brauchen Ihre Unterstützung! Gegen das Vergessen! Beteiligen Sie sich an den Briefen gegen das Vergessen:
Hier gibt es die Fallbeschreibungen aktueller Briefe und die entsprechenden Musterbriefe als Word-Dokument.

Unsere Petitionen

Aktuelle Online-Petionen von Amnesty-International finden Sie hier.

Europa

SOS Europa: Erst Menschen, dann Grenzen schützen!

23.000 Menschen sind Schätzungen zufolge seit dem Jahr 2000 auf der Flucht nach Europa ums Leben gekommen.

Sie mussten aus ihrer Heimat fliehen vor Krieg, Verfolgung und Armut und hofften, in Europa Schutz zu finden und ein neues Leben beginnen zu können. Doch stattdessen kenterten sie mit völlig überfüllten Booten auf dem Meer und ertranken oder sie erstickten zusammengepfercht in LKW-Anhängern.

Unzählige werden gewaltsam zurückgedrängt. Einer von ihnen ist Rahim aus Afghanistan. Der 16-Jährige versuchte im April 2014 von der Türkei nach Bulgarien zu fliehen: „Drei Polizeibeamte haben mich und meinen 13-jährigen Freund Ahmed erwischt. (…) Die drei Polizisten begannen, uns zu schlagen. Sie haben nach uns getreten und hatten diese schwarzen Stöcke, hart wie Eisen. Damit haben sie uns auf die Knie und auch die Hände geschlagen. (…) Einer von ihnen hat uns auf die türkische Seite zurückgeworfen wie einen alten Lumpen.“

Die EU und ihre Mitgliedsstaaten sind mitverantwortlich für diese menschlichen Tragödien, denn sie haben eine immer unbezwingbarere Festung geschaffen, um sich gegen Migranten abzuschotten. Flüchtlinge sind daher gezwungen, noch gefährlichere Wege zu nehmen - viel zu oft mit tödlichen Folgen.

Ende Juni 2014 verabschiedeten die EU-Regierungschefs die so genannten neuen „Strategischen Leitlinien“ für die Zukunft der Asyl- und Migrationspolitik. Der sehr vage gefasste Text soll bis Juni 2015 mit Umsetzungsplänen konkretisiert werden. Diese entscheidende Phase wollen wir nutzen, um für eine Abkehr von der europäischen Abschottungspolitik zu sorgen.

http://action.amnesty.de/l/ger/p/dia/action3/common/public/?action_KEY=9703&d=1

Brasilien

Zeig Brasiliens Regierung die gelbe Karte!

Seit Juni vergangenen Jahres gingen in dem südamerikanischen Land immer wieder Hunderttausende Menschen auf die Straße, um gegen Korruption und die hohen Kosten der WM sowie für ein besseres Gesundheits- und Bildungssystem zu demonstrieren.

Mehrmals wurden die Proteste von der Polizei brutal niedergeschlagen: Sie ging mit Tränengasgranaten, Wasserwerfern und Gummigeschossen gegen friedliche Demonstrantinnen und Demonstranten vor. Viele Menschen wurden verletzt – und das nur, weil sie ihr Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit wahrgenommen hatten.

„Es ist kein Verbrechen, gegen Missstände zu protestieren, sondern ein Menschenrecht“, sagt Atila Roque, der Direktor von Amnesty International in Brasilien. „Die brasilianische Polizei sollte sich lieber um die Sicherheit der Menschen kümmern, statt mit Gewalt gegen Demonstrantinnen und Demonstranten vorzugehen.“

Im Falle weiterer Proteste während der WM ist die brasilianische Regierung verpflichtet, friedliche Demonstrationen zu ermöglichen.

http://action.amnesty.de/l/ger/p/dia/action3/common/public/?action_KEY=9635&d=1


Kamerun

Liebe ist kein Verbrechen!

In Kamerun werden immer mehr Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer geschlechtlichen Identität Opfer von Menschenrechtsverletzungen.

Medien, Politiker_innen und religiöse Führer_innen hetzen die Gesellschaft gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle (LGBTI) auf. Die Betroffenen werden auf der Straße angegriffen, beleidigt und mit der Drohung, sie der Justiz zu melden, erpresst und ausgegrenzt.

LGBTI sind Verfolgung und Diskriminierung, willkürlichen Verhaftungen und Anklagen ausgesetzt. Die Polizei misshandelt sie und spioniert sie aus, von ihren Familien werden sie verstoßen.

Laut Artikel 347a des kamerunischen Strafgesetzbuches sind sexuelle Handlungen mit einer Person des gleichen Geschlechts mit einer Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren und mit einer Geldstrafe von bis zu 200.000 Francs CFA (etwa 300 Euro) zu ahnden. In der Praxis wird das Gesetz jedoch wesentlich weiter ausgelegt: So werden die meisten Betroffenen allein aufgrund ihrer vermuteten sexuellen Orientierung verfolgt, angeklagt und verurteilt.

Amnesty International setzt sich für die Rechte von LGBTI in Kamerun ein. Wir unterstützen Aktivist_innen, die sich für die Rechte dieser Menschen in ihrem Land engagieren. Denn Menschen sind nicht gleich. Aber ihre Rechte!

http://action.amnesty.de/l/ger/p/dia/action3/common/public/?action_KEY=9510&d=1

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